Wahnsinn entscheidet sich erst in den letzten Minuten

Leider musste die Thuiner Mannschaft die heutige Heimreise vom Bült mit leeren Händen antreten. In einem absolut sehenswerten Spiel mit zwischenzeitlicher 0:3 Führung war der Fußballgott am Schlusspfiff doch nicht auf blau weißer Seite.

Grenzland Twist war von Anfang im Zugzwang und musste das Spiel gewinnen um noch eine realistische Chance auf die Aufstiegsrunde zu haben. Thuine ging nach dem Sieg vom vergangenen Wochenende mit Selbstvertrauen ins Spiel und startete ziemlich ordentlich.
Grenzland hatte einige gute Spielzüge nach vorne, die aber von der bissigen Thuiner Defensive abgewehrt werden konnte.
Germania erarbeitete sich durch mutige Kombinationen auch einige Chancen. Mit einem konsequenten und engagierten Auftritt ging es dann torlos in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit war der 0:1 Führungstreffer der Thuiner der Startschuss für völlig verrückte 45 Minuten. Bernd Kölker konnte sich gegen die Twister Defensive durchsetzen und traf zum 0:1. Fünf Minuten später konnte Niklas Herbers nach einem Standard das 0:2 machen.
Grenzland fiel zu dem Zeitpunkt wenig ein und bekam in der 56. Minute sogar den Gegentreffer zum 0:3. Bis dahin ein wirklich starkes Auftreten der Germanen. Auch der Treffer zum 0:4 lag in der Luft.

Ab der 70. Spielminute machte Twist dann ein völlig anderes Spiel. Das permanente Anlaufen wurde in der 74. Spielminute mit dem Treffer zum 1:3 belohnt. Danach konnte sich die Thuiner Mannschaft kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien.
In der 82. Spielminute machten die Twister dann das 2:3, welches durch einen Schuss aus ziemlich spitzen Winkel fiel. Keine zwei Minuten später machten die Twister dann sogar das 3:3, was fast eine Kopie des vorangegangen Treffers war. Den Thuinern konnte man in dieser Spielphase die Verunsicherung deutlich anspüren.

In der letzten Spielminute nahm der Wahnsinn dann für die Twister seinen Lauf. Durch einen langen Ball von außen landete dieser im mittlerweile ziemlich unsortierten Fünfmeterraum der Thuiner. Ein Twister Angreifer stand goldrichtig und konnte den Ball zum 4:3 einschieben.

Am Ende ein deutlicher Schock für die Thuiner, die nach dem 0:3 nicht wirklich damit gerechnet haben, dass Grenzland mit einem solchen Comeback zurückkommt.

Man muss sagen, dass in der Schlussphase die Kräfte der Thuiner in einem sehr intensiven Spiel vielleicht aufgebraucht waren und die Grenzländer im heimischen Stadion den psychologischen Vorteil bei der Aufholjagd ausgenutzt haben.


Kommenden Sonntag wird man die positiven Dinge für das Spiel gegen Lünne mitnehmen und versuchen die nächsten Punkte für die Abstiegsrunde einzufahren.